Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2019

Menschliche Begegnungen statt Vorurteile

14. Mai 2019 Ruth Henn

Die Verbindung von Menschen, die sonst kaum oder keine Berührungspunkte gehabt hätten, steht im Mittelpunkt des Projekts. „In diesen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und verschiedener Generationen liegt der Reiz und die Stärke des Konzepts“, beschreibt Andy Dino Iussa. Im „Global Village: Weltort Lennep“ treffen sich Kinder und Jugendliche, Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Gläubige der spanischen Mission oder auch Menschen in schwierigen Lebenslagen, die im „Lotsenpunkt“ Unterstützung erfahren.

Das Quartier erleben
Bei den Treffen im Lotsenpunkt erleichtern witzige Fragen den Einstieg ins Gespräch, das dann zu einer Stadtführung weiterentwickelt wird. Während der Führung erleben die Teilnehmer die bunte Vielfalt des Quartiers – durch kulinarische Spezialitäten und auch durch szenisches Spiel. Hier bringt Engagementförderer Andy Dino Iussa seine Erfahrungen als Regisseur und Dramaturg ein.

Mehr als 80 Bewerbungen
Das Projekt habe sich, so heißt es in der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz, „auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben.“ Die Jury, zu der unter anderem Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse und Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung gehörten, wählte aus 81 Bewerbungen und Vorschlägen dieses Projekt für den ersten Platz aus. Der Katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der Deutschen Bischofskonferenz ist in diesem Jahr nach 2015 und 2017 zum dritten Mal vergeben worden.